Herbst- Wintersaison 2010
Aussehen wie ein Star!
Die aktuellen Star-Looks aus Hollywood, vorgestellt von Tobias Tröndle. (Trendberater der Essanelle Hair Group, Düsseldorf)
Stars setzen Trends, und nicht selten wünscht sich eine Frau genau den Star-Style, den sie in People-Magazinen immer wieder sieht. Wie solch ein Star-Look entsteht - und wie er individuell an seine Trägerin angepasst wird - weiß Tobias Tröndle, Trendberater der Essanelle Hair Group.
Tobias Tröndle: „Ein Star-Look ist meist zeitlos und elegant, ist aber auch immer ein modisches Accessoire. Der Look muss das Image der Trägerin widerspiegeln und das eventuell nicht ganz so Perfekte kaschieren. Außerdem sollte jeder Look unbedingt einen WOW-Effekt haben.“
Wie jede Frisur besteht auch ein Star-Look aus drei Elementen: Einem wandelbaren Schnitt, einer tollen und brillanten Haarfarbe und einem stets perfekten Styling.
Schnittformen
1. Lange Haare sind für viele Stars ein Must, denn ein Star muss sich immer wieder neu erfinden, sich den neuesten Trends der Mode oder auch den Jobs anpassen. Lange Haare sind perfekt dafür. Die Ponys bleiben lang und die Stufung wird auf ein Minimum reduziert. So wirken lange Haare sexy, glamourös und sind dadurch unglaublich wandelbar.
2. Der berühmte Heidi Klum Schnitt ist ein optimaler Schnitt, um mit Volumen zu spielen. Die Grundlänge ist ungefähr auf Schulterlänge, das Haar komplett durchgestuft, wobei das Deckhaar lang und schwer bleibt. Die Ponys können hier ebenso variieren, wie der Style – ob sleek getragen, mit Volumen protzend oder wellig eingedreht. Deshalb wird dieser Schnitt von sehr vielen Stars und Stylisten bevorzugt, denn er bietet gerade für Editorials unzählige Möglichkeiten, das Aussehen einer Frau ohne viel Aufwand blitzschnell zu verändern.
3. Die kurzen Haare á la Victoria Beckham oder Halle Berry: „Ich bin davon überzeugt, dass wir im kommenden Jahr viele Kurzhaarschnitte auf den Straßen und im Fernsehen sehen werden“, so Tobias Tröndle. Auch bei diesem Schnitt ist Wandelbarkeit absolut wichtig. Bestes Beispiel dafür ist Rihanna, die den typischen Undercut trägt: Die Seiten sind kurzgehalten, das Deckhaar bleibt länger und unverbunden. Das Deckhaar und der Wirbelbereich dürfen hier auf keinen Fall zu kurz gestuft sein. Wie ein Star kann man dann immer wieder in die Styling-Trickkiste greifen und die kurzen Haare mal wellig oder glatt tragen.
Tobias Tröndle: „Das wichtigste Styling-Element für einen Star und das, was einen Menschen äußerlich am meisten verändert, ist meiner Meinung nach die Haarfarbe. Eine innovative Strähnentechnik aus den USA hat das Farbergebnis in den letzten Jahren stark geprägt. Das sogenannte Painting brachte mehr Natürlichkeit in die Frisuren und ermöglicht völlig neue Effekte.“
Farbtrends
1. Blond – immer noch ein Hingucker! Im Fokus steht weiterhin Blond à la Charlize Theron oder Sonja Krauss, entweder komplett gefärbt oder gesträhnt. Die Nuancierungen sind dabei variabel: Eine moderne Frau bevorzugt ein klares, kühles Blond. Ein Star bevorzugt aber oft die weichere, wärmere und leicht golden schimmernde Variante.
2. Kupfer – die absolute Must-Haarfarbe! Kupfertöne à la Topmodel-Gewinnerin Barbara Meier oder Bree aus Desperate Housewives sind total en vogue. Durch einen tollen und personalisierten Kupferton fällt man garantiert überall auf. Doch Vorsicht: Wenn es stylish sein soll, darf der Ton auf keinen Fall zu rötlich oder zu satt ausfallen. Je heller und transparenter, desto besser die Wirkung.
3. Braun – alles andere als langweilig! Quasi über Nacht wurde aus so manch einer sexy Blondine eine rassige Brünette, so geschehen bei Scarlett Johansson, Nicole Richie oder Keira Knightley. Dieser Sinneswandel ist nicht nur bei den Stars angesagt, denn ein wunderbarer Braunton mit leichten Effekten schafft Harmonie und bringt Ruhe in die Frisur. Braun ist das neue Blond und deshalb sieht man Stars und Sternchen immer öfter statt in kühlem Blond in etwas dunklerem und satterem Braun. Diese Farbe baut sehr viel Nähe mit der Masse auf, bringt so automatisch viel Bewegung in die Frisur und schafft Höhen und Tiefen.
4. Transparentes Dunkelbraun - die neue It-Haarfarbe! Ein sattes, fast schwarzes Dunkelbraun mit starken Reflexen im Untergrund ist in Hollywood gerade top-aktuell. Die logische Steigerung des Brünett-Looks setzt auf changierende Highlights von leichtem Rot bis hin zu blonden Spitzen. Tobias Tröndle: „Dieser Trend kommt garantiert noch stärker und wird auch bei uns zur neuen It-Haarfarbe. Wichtig ist, dass das Dunkelbraun einen fast plastischen Glanz erhält und auch eine gewisse Transparenz zeigt. Deshalb wird eher mit Farben gearbeitet, die keine 100-prozentige Deckkraft haben, z.B. mit einer Intensivtönung mit 50-70% Deckkraft.“
Die neuen, ausdrucksstarken Farben brauchen Pflege, denn nur mit einem strahlenden, gesunden Glanz sehen sie einfach unwiderstehlich gut aus. Alle Farben müssen stets mit einem Glanzverstärker behandelt werden, wie z.B. mit einem Glossing im Salon und/oder mit Glanzprodukten für die regelmäßige Anwendung zu Hause.
Das Styling
Glanzvolles Finish für einen atemberaubenden Look
Designer Tom Ford hat sich für seinen ersten Film „A Single Man“ komplett von den 60er Jahren inspirieren lassen. Ein Beweis dafür, dass sich die aktuelle Haarmode sehr stark an die Trends der vergangenen Jahre anlehnt. Opulenz statt Mauerblümchen; Wellen und Volumen anstelle von Sleek Look. „Es gibt momentan nur wenige Stars, die den Sleek Look tragen. Und wenn doch, dann sind die Haare mit einem natürlichen Volumen versehen und eher mit einer Rundbürste geföhnt als zu stark geglättet. Die Stars lieben Volumen, da dies auch in der Vergangenheit für Luxus und Glamour stand. Absolutes Muss: Alle Frisuren müssen von Grund auf sauber und glänzend gestylt sein“, weiß Tobias Tröndle. Galten Wasserwellen bis vor Kurzem noch als komplett old-fashioned, sind sie jetzt wieder zum Synonym für Star-Glamour und moderne Eleganz geworden. Und deshalb sieht man bei den aktuellen Frisurentrends auch immer häufiger Wellen, die in den verschiedensten Varianten zur Geltung kommen: Eingedreht, als Wasserwelle, als Big Hair oder mit flacheren, glatten Ansätzen, bei denen Wellen eine gewisse Breite bilden.
Ebenso erleben Hochsteckfrisuren ein Revival. Hier sind die Seiten eher schmal, dafür wird viel Volumen am Oberkopf aufgebaut. Tobias Tröndle: „Wenn ein Star eine Hochsteckfrisur trägt, wird diese eher weich und etwas verspielter wirken und nicht an den Catwalk-Looks dieser Welt angelehnt sein. Die Frisuren dürfen auf gar keinen Fall verklebt oder plastisch wirken. Lockerheit und Natürlichkeit sind gefragt.“
Die Quintessenz von Trendberater Tobias Tröndle: Your Hair is your most powerful accessoire. Wear it, live it and care it.



